Wann du starke Beschwerden abklären lassen solltest
Prämenstruelle Reizbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine Erkrankung dahintersteckt. Wenn deine Beschwerden regelmäßig deinen Alltag, deine Arbeit oder deine Beziehungen deutlich beeinträchtigen, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Das gilt besonders bei starken depressiven oder ängstlichen Symptomen, heftiger Wut oder dem Gefühl, deine Reaktionen in diesen Tagen kaum kontrollieren zu können.
Eine mögliche schwere Form prämenstrueller Beschwerden ist die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS, englisch PMDD). Bei ihr stehen ausgeprägte Stimmungssymptome im Vordergrund und die Beeinträchtigung ist deutlich.Starke Gereiztheit allein bedeutet noch keine PMDS. Auch Beschwerden, die außerhalb der prämenstruellen Phase deutlich bestehen, gehören genauer angeschaut. Dann kann eine andere körperliche oder psychische Belastung vor der Menstruation stärker werden. Bei Suizidgedanken oder wenn du dich akut nicht sicher fühlst, brauchst du unmittelbar professionelle Hilfe.
Du musst heute noch nicht wissen, was es bedeutet
Dein Körper verändert sich im Verlauf des Zyklus. Deine Stimmung und deine Reaktionen können sich mitverändern.Das darfst du ernst nehmen.Was eine konkrete Reaktion über deine Beziehung, deine Arbeit, deine Grenzen oder dein Leben sagt, ist eine andere Frage. Vielleicht musst du an einem schwierigen Abend noch nicht entscheiden, was deine Reaktion bedeutet.Vielleicht reicht es zunächst, genauer zu sehen, was wiederkehrt, was auch sonst da ist und was gerade lauter geworden ist.